Spreewaldhaus zum Schoberplatz

Anonym surfen mit VPN – so geht’s

Wer sich VPN bildlich vorstellen will, der sollte an einen Tunnel denken, der zuerst durchfahren werden muss, bevor man Informationen aus dem World Wide Web bekommt. Der Vorteil des Tunnels? Wer ihn durchfährt, bekommt nebenbei eine Rüstung angezogen, die einem zwar nicht unverwundbar werden lässt, aber zumindest in der Art und Weise schützt, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Denn im Internet lauern einige Gefahren, die durchaus nicht unterschätzt werden dürfen.

Aber ist es ratsam, VPN zu nutzen? Letztlich ja, wenn es darum geht, keine Spuren zu hinterlassen. Denn wer eine Internetseite aufruft, der hinterlässt seine Fußspuren. Möchte man das nicht, so kann man einen VPN Client nutzen. Denn verzichtet man auf die sichere VPN Verbindung, so verrät man nicht nur seinen Aufenthaltsort, sondern unter anderem auch seine genutzte Browser-Version – und das heißt, Cyberkriminelle bekommen gleich einen Überblick, ob es eventuelle Sicherheitslücken gibt, die sodann ausgenutzt werden können.

Ein VPN wird auf einem Laptop gestartet

Besonders vorsichtig muss man dann sein, wenn man in einem öffentlichen WLAN-Netzwerk persönliche Daten angibt – ohne entsprechende VPN Verbindung sollte man a) öffentliches WLAN-Netzwerk nur im Notfall nutzen und b) keinesfalls persönliche Daten angeben, also E-Mails abrufen oder gar eine Online-Banküberweisung durchführen. Denn Cyberkriminelle lauern sprichwörtlich an jeder Ecke und warten nur darauf, bis unvorsichtige Nutzer das öffentliche WLAN in Anspruch nehmen.

Die Vorteile im Überblick

Mit einem VPN Client erhöht man einerseits die Sicherheit, andererseits umgeht man länderspezifische Limitierungen. Das bedeutet, man kann sein Internet ohne Einschränkungen nutzen. Auch dann, wenn es darum geht, Dienste in Anspruch zu nehmen, die im Heimatland nicht zur Verfügung stehen. VPN Clients machen es beispielsweise möglich, auf das amerikanische Netflix-Angebot zugreifen zu können, obwohl man sich in Deutschland befindet und somit nur einen Zugriff auf das deutsche Angebot hätte.

Zu beachten ist, dass man einen VPN Client wählt, der die „Kill Switch“-Funktion anbietet. Denn kommt es zu einem Verbindungsabbruch mit dem Client, muss sofort die Internetverbindung getrennt werden – vor allem dann, wenn man sich in einem Land aufhält, das von Zensur geprägt ist. Kommt es nämlich zur automatischen Verbindungstrennung, so wird ein Datentransfer ohne VPN Client verhindert.

Wer VPN kostenlos nutzen will, dem stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wichtig ist nur, dass man sich im Vorfeld die Frage stellt, was einem persönlich wichtig ist – das heißt, welche Leistungen sollten vom VPN Client zur Verfügung gestellt werden.

Mit Opera und Tor im Internet surfen

Neben diversen Anbietern gibt es auch ein paar Webbrowser, die es ermöglichen, unerkannt im Wolrd Wide Web zu surfen. Einer der bekannteren Webbrowser ist hier etwa Opera. Besonders vorteilhaft ist der Umstand, dass bei Nutzung des Opera-Browser die IP verschleiert wird. Das heißt, Opera achtet darauf, dass man keinerlei Fußspuren hinterlässt – damit haben die Macher hinter dem Browser für ein Alleinstellungsmerkmal gesorgt. Denn es gibt kaum einen anderen Browser, der so auf die Anonymität achtet wie Opera.

Die Ausnahme wäre nur der Tor-Browser, der jedoch immer wieder mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht wird. Letztlich ist es nämlich der sogenannte Tor-Browser, mit dem der Weg in das Darknet geebnet wird. Jedoch bedeutet die Nutzung des Tor-Browser nicht, dass man hier automatisch gegen das Gesetz verstößt oder mitunter den Weg in das Darknet suchen muss – man kann den Browser auch deshalb verwenden, um seine Fußspuren zu verstecken.

Und das völlig kostenlos. Denn einige Anbieter stellen eine sichere wie anonyme Verbindung nur her, wenn man dafür auch bereit ist, einen entsprechenden Beitrag zu bezahlen.

Wer sich für einen Anbieter entscheidet, der seine Dienste kostenlos zur Verfügung stellt, sollte darauf achten, ob es etwaige Leistungseinschränkungen gibt. So wird von Gratisanbietern nur in den seltensten Fällen eine unbegrenzt zur Verfügung stehende Datenmenge gewährt – mitunter gibt es hier eine Datenbegrenzung, sodass der VPN Client nach Erreichen der Datenmenge nicht mehr genutzt werden kann. Oder man sich sodann für ein Upgrade entscheiden muss, das dafür sorgt, dass man die kostenpflichtige Premiumversion nutzt.