Die Nutzung eines Firmenwagens bietet sowohl für den Unternehmer, als auch für den Angestellten einige attraktive Vorteile. Die größten Vorteile sind ganz klar finanzieller Natur, jedoch kann Ihnen ein Firmenwagen auch sehr dabei helfen die Arbeit Ihres Angestellten wertzuschätzen und so die Beziehung zwischen Unternehmer und Angestellten zu verbessern.
Welche unterschiedlichen Möglichkeiten des Leasing gibt es?
Man unterscheidet bei den unterschiedlichen Leasing-Arten zwischen dem Kilometer-Leasing und dem Restwert-Leasing.
Beim Kilometer-Leasing wird vor Vertragsbeginn eine bestimmte Laufleistung festgelegt, die nicht überschritten werden sollte. Wird mehr gefahren, muss man auch mehr zahlen. Nach Ablauf des Vertrags wird die Laufleistung des Fahrzeugs geprüft und gegebenenfalls eine Nachzahlung verlangt, falls die Laufleistung überschritten wurde.

Beim Restwert-Leasing zahlt man in den meisten Fällen geringere Raten, jedoch bringt diese Art des Firmenwagen-Leasing auch ein größeres Risiko mit sich. Nach Ablauf des Leasing-Vertrages wird der Restwert durch einen Gutachter bestimmt. Wenn das Fahrzeug überdurchschnittliche Gebrauchsspuren aufweist, muss nachgezahlt werden. Dafür ist im Umkehrschluss bei einem besonders guten Zustand eine Rückerstattung möglich.
Was genau sind die Vorteile für Sie als Unternehmer?
Das Firmenwagen-Leasing wahrt in allererster Linie die Liquidität Ihres Unternehmens, zudem kann es auch steuerliche Vorteile bieten. Wird ein Firmenwagen gekauft, ist meistens ein 5-stelliger Betrag fällig, was die Liquidität des Unternehmens beeinträchtigen kann. Beim Firmenwagen-Leasing wird zunächst ein Anzahlungsbetrag fällig und dann kann das Fahrzeug über eine Zeit von meistens 3 bis 5 Jahren zu einer festen monatlichen Rate geleast werden. Es entstehen jedoch auch Rechte und Pflichten in Bezug auf das Fahrzeug. Nach Ablauf der festgelegten Leasing-Dauer können Sie das Fahrzeug zum Beispiel zu einem vorher festgelegten Restwert übernehmen. Zu Ihren Pflichten gehören unter anderem eine regelmäßige Inspektion und Wartung des Fahrzeugs, sowie der Abschluss einer Vollkaskoversicherung. Zudem verpflichtet man sich pfleglich mit dem Fahrzeug umzugehen, was jedoch ohnehin selbstverständlich sein sollte. Steuerlich ist das Firmenwagen-Leasing dadurch interessant, dass die Anzahlung, als auch die monatlichen Raten als Betriebsausgaben von der Steuer absetzbar sind, damit mindern Sie Ihren Gewinn und zeitgleich Ihre Steuerlast.
Was genau sind die Vorteile für die Angestellten?
Die Möglichkeit der Nutzung eines Firmenwagens dient zum einen der Bindung und sorgt zudem für ein hohes Maß an Motivation. Der größte Vorteil besteht darin, dass Sie als Angestellter weniger Lohnsteuer auf Ihr Gehalt zahlen müssen. Diese Lohn-Umwandlung muss jedoch im Arbeitsvertrag festgehalten sein. Außerdem gilt es zu beachten, dass die private Nutzung eines Firmenwagens bei Angestellten einen Geldwerten-Vorteil darstellt. Es gilt zwar ein Freibetrag von 44EUR pro Monat, jedoch muss alles, was diesen Betrag übersteigt, zusätzlich als Lohnerhöhung versteuert werden. Dennoch ist ein Firmenwagen in den meisten Fällen deutlich lohnenswerter als ein privates Kraftfahrzeug.
Welche Unterschiede gibt es zwischen der 1-Prozent-Regelung und dem Fahrtenbuch?
Bei einer privaten Nutzung des Dienstwagens bedeutet der geleaste Firmenwagen sowohl für den Unternehmer als auch für den Angestellten einen geldwerten Vorteil, welcher versteuert werden muss. Die Versteuerung wird entweder anhand der 1-Prozent-Regelung oder der Nutzung eines Fahrtenbuches ausgemacht. Bei der 1-Prozent-Regelung gilt als Besteuerungsgrundlage der Listenpreis und die Ausstattung. Zudem werden 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer aufgeschlagen, wodurch diese Methode meistens teurer ist als die Fahrtenbuch-Methode. Bei der Nutzung des Fahrtenbuches werden sowohl die privaten als auch die betrieblich gefahrenen Kilometer festgehalten. Bei dieser Methode dienen die gefahrenen Kilometer als Besteuerungsgrundlage.
